Ich bin Corinna Rösel und meine Mutter ist 83 Jahre alt.
Sie glaubt, mit einem Prominenten in Kontakt zu stehen.
Was als Hoffnung begann, entwickelte sich zu einem Albtraum.
Heute dokumentiere ich öffentlich, wie dieser Betrug funktioniert, damit andere Familien nicht dasselbe erleben müssen.
Start Homepage: 09.06.2026
-wird stetig erweitert-
letzte Aktualisierung: 20.09.2026
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Folge scam.protokoll auf Instagram
Am 18. Mai 2026 habe ich den Instagram-Kanal
scam.protokoll gestartet.
Meine Ziele:
Aufklärung, Prävention und Hilfestellung zum Thema
Romance Scam.
Über mich und warum es scam.protokoll gibt
Ich bin nicht mit dem Plan gestartet, mich einmal mit Romance Scam zu beschäftigen. Das kam nicht aus Interesse, sondern aus meinem eigenen Leben.
Meine Mutter ist in einen Celebrity Romance Scam geraten. Und ich habe am Anfang genau das gemacht, was viele Angehörige tun: Ich habe versucht, sie mit Fakten zu erreichen. Ich habe recherchiert, Screenshots gesammelt, Widersprüche erklärt. Ich war überzeugt, dass es reichen müsste, wenn man nur klar genug zeigt, was wirklich passiert.
Es hat nicht gereicht.
Und irgendwann musste ich akzeptieren, dass ich etwas nicht verstanden hatte, das viel tiefer geht als „Glauben oder Nicht-Glauben“.
Genau an diesem Punkt ist scam.protokoll entstanden.
Ich arbeite beruflich im Bereich Kommunikation und Stimme, also genau an der Schnittstelle zwischen Sprache, Wirkung und Wahrnehmung. Vielleicht hat mich das zusätzlich sensibel dafür gemacht, wie schnell sich Geschichten verselbstständigen können, wenn sie emotional greifen.
Was mich wirklich beschäftigt hat
Mit der Zeit wurde für mich eine andere Frage wichtiger als die nach dem „Wie konnte das passieren?“.
Mich hat beschäftigt, warum ein Mensch an einer Überzeugung festhält, selbst wenn die Realität immer wieder dagegen spricht.
Und noch mehr:
Was passiert eigentlich in einer Familie, wenn Argumente nicht mehr ankommen, obwohl alle es nur gut meinen?
Romance Scam ist kein reines Internetphänomen. Es ist ein psychologischer Prozess, der sich langsam in Beziehungen hineinzieht.
Da geht es um Hoffnung, um Bindung, um Scham, um Angst vor Verlust.
Und auch darum, dass sich Wahrnehmung verschiebt, ohne dass man es sofort merkt.
Wenn Angehörige plötzlich Teil der Geschichte werden
Eine der schwierigsten Erkenntnisse für mich war, dass Angehörige nicht nur außen stehen.
Wenn jemand sagt: „Deine Familie will dich von mir trennen“, dann kann genau diese Familie später ungewollt Teil dieser Erzählung werden. Eine Warnung wird dann nicht als Hilfe gehört, sondern als Bestätigung der Geschichte, die bereits im Kopf entstanden ist.
Das führt zu Situationen, in denen alle Beteiligten eigentlich dasselbe wollen, nämlich schützen, verstehen, halten und sich trotzdem immer weiter voneinander entfernen.
Warum ich heute anders hinschaue
Ich habe irgendwann gemerkt, dass Warnzeichen allein nicht erklären, was in solchen Beziehungen passiert. Sie sind wichtig, aber sie greifen zu kurz, wenn jemand emotional bereits gebunden ist.
Mich interessiert deshalb vor allem, was danach kommt. Wie spricht man mit jemandem, der überzeugt ist? Wann hilft Widerspruch noch und wann nicht mehr?
Wie bleibt man in Kontakt, ohne sich selbst zu verlieren oder die Situation zu verschärfen?
Darauf gibt es keine einfachen Antworten. Aber es gibt viel Wissen aus Psychologie, Betrugsforschung und Kommunikation, das hilft, diese Dynamiken besser zu verstehen.
Genau das möchte ich hier zusammenbringen.
Worum es mir mit scam.protokoll geht
scam.protokoll ist aus einer persönlichen Erfahrung entstanden, aber es soll nicht dabei stehen bleiben.
Mir geht es darum, Romance Scam nicht nur als Betrug zu betrachten, sondern als etwas, das tief in menschliche Beziehungen eingreift. Und ich möchte zeigen, dass es Wege gibt, damit umzugehen, die über reine Warnungen hinausgehen.
Nicht als schnelle Lösung, sondern als Versuch, besser zu verstehen, was da eigentlich passiert und wie man handlungsfähig bleiben kann, wenn es einen selbst oder die eigene Familie betrifft.
Für Betroffene und Angehörige
Wenn du hier bist, weil dich etwas verunsichert oder weil du jemanden schützen willst, dann bist du wahrscheinlich schon mitten in einer sehr belastenden Situation.
Diese Seite soll ein Ort sein, der dich nicht bewertet. Und auch einer, der dir zwar keine einfache Antworten verspricht, aber der dir Antworten ermöglicht.
Vielleicht findest du hier eine Sprache für Dinge, die sich bisher schwer einordnen lassen. Und ein bisschen mehr Verständnis dafür, warum diese Situationen so festfahren können.
Warum ich weitermache
Weil ich selbst erlebt habe, wie hilflos man sich fühlen kann, wenn Argumente nicht mehr greifen.
Und weil ich glaube, dass wir besser werden können im Umgang mit solchen Situationen, wenn wir anfangen, nicht nur über Betrug zu sprechen, sondern auch über die Mechanismen dahinter.
scam.protokoll ist aus meiner Geschichte entstanden. Aber inzwischen geht es um viel mehr als das.
Es geht um die Frage, wie man Menschen erreicht, wenn Worte allein nicht mehr reichen.
Schreib mir, wenn du Informationen zu dem Thema hast!
Schreib mir, wenn du dich am Projekt beteiligen möchtest!
Schreib mir, wenn du Ideen hast, was auf die Homepage muss!